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  Zivilisations- Religionsentwicklungen 13.04.2024 09:46 (UTC)
   
 
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Meine mich umtreibende Gedankenwelt so lange ich bewußt zu denken vermag – sortiert von Hannes Bajohr

31.03.2024

oder: die Suche nach sich selbst. Diese Suche geht über den körperlichen Tod offensichtlich hinaus. Denn diese Suche behinhaltet auch den alten Lehrsatz des Halbgottes und Wissensbringer THOTH, der davon spricht, „nur Wissen sammeln führt zur Erkenntnis und nur Erkenntnis führt zu Weisheit und in der Weisheit liegt Wahrheit“ - als immer wiederkehrender Prozeß.

Solange man also die Veranlagung als Motor die Neugierde in sicht trägt, wie das Gehirn nicht abschalten zu müssen, wird es sich immer wieder in neue Sphären begeben um tiefer in jegliches Wissen einzutauchen um so auch die Erkenntnis zu erweitern. Wie es so schön heißt: „der Mensch lebt nicht von Brot allein!“

Wer das in sich trägt, kann sich als glücklicher Mensch ansehen, egal wie seine privaten Lebensumstsände auch sein mögen. Denn er hat etwas, was viele Menschen nicht haben oder nicht zulassen, weil sie sich von den irdischen Fesseln des Alltags nicht zu lösen vermögen.

Blumenberg und die Wirklichkeit

Hannes Bajohr veröffentlicht am 19 Mai 2022

Heute vor 28 Jahren ist Hans Blumenberg gestorben. Für ihn hatte jede Epoche ihre eigene Wirklichkeit, die durch das Studium ihrer Metaphern entschlüsselt werden kann. Um nämlich mit den übermächtigen Realitäten fertigzuwerden, erzählen sich die Menschen seit jeher Geschichten, aus denen die Geschichte hervorgeht.

„Human kind / Cannot bear very much reality“, heißt es in einem Gedicht von T. S. Eliot. „Der Mensch / Verträgt nicht sehr viel Wirklichkeit“, das könnte auch als Motto über den Schriften des Philosophen Hans Blumenberg (1920 – 1996) stehen. In einem geradezu unüberschaubar vielfältigen und vielthematischen Werk näherte er sich über die knapp 50 Jahre seiner philosophischen Karriere hinweg der Wirklichkeit von verschiedenen Seiten. Ganz abstrakt tat er das mit der Frage, was das Wort „Wirklichkeit“ denn eigentlich bezeichnet und wie sich ihre Erfahrung historisch wandelt. Konkret wandte er sich den Metaphern und Begriffen, Fabeln und Geschichten zu, mit denen Menschen versuchen, diese Wirklichkeit zu benennen und zu verarbeiten. Und geradezu existenziell wurde er, als er in seinem Buch Arbeit am Mythos (1979) zum Schluss kam, der Mensch versuche stets, dem übermächtigen, gnadenlos auf ihn einströmenden „Absolutismus der Wirklichkeit“ zu entkommen.

Blumenberg, geboren 1920 in der Hansestadt Lübeck, machte schon früh Erfahrungen mit einem solchen Absolutismus, mit der übermächtigen auf den Einzelnen einbrechenden Realität. Aufgewachsen als einziges Kind in einem gutbürgerlichen Haushalt, verlebte er zunächst eine behütete Kindheit, immer unterstützt durch seine Eltern, die die Begabung ihres Sohnes erkannten und förderten. Seit den Nürnberger Gesetzen galt Blumenberg allerdings als „Mischling“, denn seine Mutter war vor ihrer Heirat vom Judentum konvertiert. So war er bereits in der Schulzeit Schikanen ausgesetzt und nach dem Abitur wurde ihm verboten, an einer deutschen Universität zu studieren. Er wich zunächst auf katholische Hochschulen aus, bis 1940 auch das nicht mehr ging; seine philosophische Ausbildung musste er abbrechen.

Unterschlupf fand er im Werk von Heinrich Dräger, einem Lübecker Fabrikanten, der Sauerstoffgeräte und im Zweiten Weltkrieg Gasmasken herstellte. Dräger beschäftigte „Mischlinge“ wie Blumenberg und konnte sie so vor dem Zugriff der Nazis schützen. Aber auch das ging irgendwann nicht mehr: Im Februar 1945 wurde Blumenberg verhaftet und ins „Sonderlager Zerbst“ bei Dessau deportiert. Dort musste er bei unzureichender Ernährung Schwerstarbeit verrichten; seine Mithäftlinge wurden misshandelt, was ihm glücklicherweise erspart blieb. Schließlich gelang ihm die Flucht und er konnte sich in den letzten Wochen des Krieges auf einem Dachboden versteckt halten, bis die britischen Truppen Lübeck befreiten.

Die Realitäten ändern sich

Nach dem Krieg schloss Blumenberg in Windeseile seine Dissertation und Habilitation ab und bekleidete ab 1957 Professuren in Kiel, Hamburg, Gießen, Bochum und schließlich Münster. Dort starb er 1996, in seinen letzten Jahren ganz zurückgezogen in seiner „Schreibhöhle“ im Vorort Altenberge lebend. Der Philosoph Odo Marquard berichtete, Blumenberg habe schließlich nur noch sechs Tage die Woche geschlafen und vor allem nachts gearbeitet. In seinem letzten Buch Höhlenausgänge (1989) lobte Blumenberg die Höhle als schützendes Refugium des frühen Menschen. Sie bot einen Rückzugsort vor der überwältigenden und erschreckenden Wirklichkeit, die er auch am eigenen Leibe gespürt hatte. Zunächst galt Blumenbergs Interesse aber der Geschichte der Wirklichkeit. Dass Wirklichkeit überhaupt eine Geschichte hat, gehört zu seinen überraschenden und überraschend produktiven Einsichten. Denn nicht jede Epoche nimmt ihre Wirklichkeit auf dieselbe Weise wahr, weshalb Vergleiche zwischen ihnen immer nur bis zu einem gewissen Grad tragen.

Dabei berief sich Blumenberg vor allem auf Edmund Husserl, den Begründer der Phänomenologie. Husserl hatte sich zur Aufgabe gemacht, eine möglichst vollständige Beschreibung der Leistungen des Bewusstseins zu geben. In seinem letzten Buch Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie (erschienen 1954), das er zwischen 1934 und 1937 schrieb, hatte er den Begriff der „Lebenswelt“ eingeführt. Die Lebenswelt war für ihn so etwas wie der Ursprung aller Erfahrung – die Welt, wie wir sie vor aller Interpretation durch Theorie und Wissenschaft wahrnehmen. Dieses vortheoretische „Universum vorgegebener Selbstverständlichkeiten“ zu analysieren, sah er als notwendigen Schritt an, um die Wissenschaften, die zu abstrakt und komplex geworden waren, wieder dem menschlichen Verständnis nachvollziehbar zu machen.

Blumenberg glaubte allerdings nicht, dass es nur eine Lebenswelt gibt. Vielmehr hat jede Epoche ihr eigenes „Universum vorgegebener Selbstverständlichkeiten“, eine eigene historische Lebenswelt. Er nannte das, was diese Lebenswelt strukturiert, einen „Wirklichkeitsbegriff“. Wirklichkeitsbegriffe geben vor, was jeweils in einer Epoche als wirklich erscheinen konnte und was nicht, was überhaupt denkbar war und was nicht – und das konnte sich wandeln.

Unsichtbare Gegenwart

Mit dieser Theorie konnte Blumenberg einige große Wendungen der Geschichte erklären. Sein Interesse galt dabei vor allem dem Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit. In seinem Buch Die Legitimität der Neuzeit (1966) wandte er sich etwa gegen eine seinerzeit in Deutschland vorherrschende Ansicht, die die Neuzeit lediglich als „Säkularisierung“, also Verweltlichung vormals theologischer Phänomene verstand. So meinte etwa der Soziologe Max Weber, der Kapitalismus sei eine säkularisierte Form der christlichen Askese, während der Philosoph Karl Löwith überzeugt war, dass die Idee des Fortschritts eine nur verweltlichte christliche Heilsgeschichte war. Ihnen widersprach Blumenberg: Die Neuzeit sieht die Wirklichkeit völlig anders – selbst wenn sie Begriffe und sprachliche Bilder verwendet, die in früheren Zeiten etwas Theologisches bedeutet haben mögen, hat sich ihre Bedeutung in der heutigen Wirklichkeit ebenfalls gewandelt.

Umgekehrt hieß das, dass in früheren Zeiten nicht immer schon gedacht werden konnte, was uns heute selbstverständlich erscheint. In seiner dreibändigen Genesis der kopernikanischen Welt (1975) wandte sich Blumenberg etwa gegen die Behauptung, Kopernikus’ Einsicht, dass sich die Erde um die Sonne dreht, sei zu jeder Zeit möglich gewesen. Tatsächlich hatte darüber bereits der Astronom Aristarch von Samos im vierten vorchristlichen Jahrhundert spekuliert, damit aber keine bleibende Wirkung erzielt. Der Grund: Im Wirklichkeitsbegriff der Antike war es schlicht nicht denkbar, dass die Welt nicht im Zentrum eines für den Menschen eingerichteten, harmonischen Kosmos stehen könnte. Das wird erst in der beginnenden Neuzeit, deren Wirklichkeit keine solche kosmische Harmonie mehr voraussetzt, zu einer plausiblen Option.

Bei der Analyse historischer Wirklichkeiten stellt sich aber ein Problem: Für ihre eigene Zeit ist der je geltende Wirklichkeitsbegriff unsichtbar (so Blumenberg in Realität und Realismus, das erst 2020 aus dem Nachlass erschien). Nie sagt eine Epoche explizit, was sie genau unter Wirklichkeit versteht. Sie kann es auch nicht, schließlich ist die Haupteigenschaft der Wirklichkeit, selbstverständlich zu sein – und das Selbstverständliche ist zu unscheinbar, um in Worte gefasst zu werden. Doch, und das wird zu Blumenbergs Methode, lagern sich die Spuren eines solchen Weltverständnisses hinterrücks in der Sprache ab, in der Literatur, aber vor allem in den Metaphern einer Zeit.

Absolute Metaphern lesen

Metaphorologie – so nannte Blumenberg seine Methode, die Stellung von Metaphern in philosophischen Texten zu analysieren, die er in seinem Buch Paradigmen zu einer Metaphorologie (1960) entwickelte. Sie hilft unter anderem dabei, auch etwas über die Wirklichkeiten herauszufinden, in denen diese Metaphern entstanden. Denn Metaphern greifen da, wo sich etwas nicht mehr in genau definierte Begriffe fassen lässt: Wann immer es um Allumfassendes geht – um die Welt als Ganzes oder den Sinn des Lebens –, greifen wir, meinte Blumenberg, auf „absolute Metaphern“ zurück. Sie bieten eine vage Orientierung in diesen sonst zu großen Ideen. Etwa: Die Welt ist ein Buch (dann kann man in ihm lesen, es hat einen Anfang und ein Ende), oder: das Leben ist ein Spiel (dann gibt es Einsätze, Gewinner und Verlierer).

Aus absoluten Metaphern lässt sich aber auch ableiten, wie die Wirklichkeit gedacht sein muss, in denen diese Metaphern ihre Wirkung entfalten können. Die Antike etwa, so zeigt Blumenberg, nimmt die Wirklichkeit optisch wahr. Das lässt sich aus Platons Höhlengleichnis ablesen, das allegorisch erzählt, wie ein in einer Höhle Gefesselter den Weg an die Erdoberfläche und an die Sonne der Wahrheit findet. Die absolute Metapher für Wahrheit ist also Licht. Das heißt aber, dass die Wirklichkeit, damit diese Metapher Sinn haben kann, etwas ist, das wir passiv erfahren und das uns ohne Grund zur Skepsis unzweifelhaft gegeben ist – eben wie das Licht der Sonne. Wirklichkeit, schreibt Blumenberg, ist der Antike „momentan evident“.

Ist Realität Perspektive?

Die Neuzeit dagegen ist misstrauischer. Für sie ist Wirklichkeit nicht mehr einfach so gegeben oder kann sich, wie im Mittelalter, auf Gott als Garanten der Realität verlassen. Das Misstrauen der Neuzeit gegen die Wirklichkeit geht für Blumenberg nicht zuletzt auf die Entdeckung der kleinsten und größten Dimensionen zurück. Das Mikroskop und das Teleskop lassen die Menschen an ihren natürlichen Sinnen zweifeln; auch die Wissenschaft ändert das Wirklichkeitsverständnis einer Zeit.

In der Neuzeit ist damit die Wirklichkeit fragil geworden. Real ist hier etwas immer nur bis zum Beweis seines Gegenteils – die Wirklichkeit ist, wie er schreibt, die ständige „Realisierung eines in sich einstimmigen Kontextes“. Blumenberg nennt hier die Metapher von der Welt als Traum, aus dem man stets erwachen kann, der aber, schläft man noch, völlig real erscheint. Moderner bemüht er auch das Bild der Simulation – auch sie muss als echt gelten, solange wir in ihr sind. Erst ihr Ende beweist, dass alles, was wir für wirklich hielten, tatsächlich nur vorgetäuscht war. Die Neuzeit, könnte man sagen, stellt sich die Wirklichkeit wie die Matrix vor. Zugleich gibt es nun nicht mehr nur eine Wirklichkeit, sondern es setzt sich langsam die Einsicht durch, dass wir in verschiedenen Wirklichkeiten leben – dass Realität von der Perspektive des Einzelnen abhängt.

Der fragile Mensch

Vielleicht um einem solchen Relativismus entgegenzutreten, bemüht sich Blumenberg in seinem Spätwerk darum, dennoch eine Art überhistorischen Zugang zur Wirklichkeit zu finden. Immer mehr nähert er sich dabei der philosophischen Anthropologie an. Diese Strömung, die mit Namen wie Arnold Gehlen oder Helmuth Plessner verbunden ist, beschäftigt sich mit der Frage, was der Mensch in seinem Grund ist und welche Strukturen ihn ausmachen. Denn obwohl jede Zeit Realität anders erfährt, muss es doch etwas im Homo sapiens geben, das all diesen Spielarten gemeinsam ist. Und das ist, was Blumenberg den „Absolutismus der Wirklichkeit“ nennt.

Anders als andere Tiere haben Menschen keine natürlichen Instinkte, die für sie die Welt strukturieren. Stattdessen strömt die Wirklichkeit übermächtig, „absolutistisch“, auf sie ein. Damit fertig zu werden, ist die Aufgabe, die der Mensch bereits am Anfang seiner Entwicklungsgeschichte meistern muss, als er aus dem Urwald in die Savanne heraustritt. Er tut dies, indem er die Wirklichkeit nicht direkt konfrontiert, sondern auf Abstand hält – actio per distans, Handeln aus der Ferne, nennt Blumenberg das in seinem posthum erschienenen Buch Beschreibung des Menschen (2006). Und in Arbeit am Mythos gibt er das Rezept für diese Abstandsgewinnung an, nämlich die Ersetzung „des Vertrauten für das Unvertraute, der Erklärungen für das Unerklärliche, der Benennungen für das Unnennbare“. Der Mensch gibt der Wirklichkeit Namen, findet Metaphern für und erzählt Geschichten über sie, um mit ihr fertigzuwerden.

Man erzählte also nicht, um sich zu unterhalten, sondern um zu überleben, und tut es immer noch. Der „Absolutismus der Wirklichkeit“ liegt damit einerseits immer schon hinter uns, denn der Mensch wurde erst dadurch Mensch, dass er ihn erfolgreich überwand. Zugleich aber ist er eine ständig drohende Gefahr, der er immer noch vorbeugen muss. Über seine Kultur muss er immer wieder andere und neue Arten schaffen, mit ihr umzugehen, um sich nicht von ihr überwältigen zu lassen. Der Mensch, das ist für Blumenberg auch eine Lektion seiner eigenen Biografie, ist ein fragiles Wesen – er verträgt eben nicht sehr viel Wirklichkeit. •

Hannes Bajohr arbeitet am Seminar für Medienwissenschaft der Universität Basel. Er ist Herausgeber der Sammelbände „Blumenbergs Verfahren. Neue Zugänge zum Werk“ (mit Eva Geulen, Wallstein, 2022) und „Hans Blumenberg at 101“ (Duke University Press, 202

https://www.philomag.de/artikel/blumenberg-und-die-wirklichkeit?utm_source=pocket-newtab-de-de


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Feindbild Russland
  1. 03. 2024

von R. Kaltenboeck-Karow

Nach der Auflösung der Sowjetunion schöpfte die Welt Hoffnung auf eine friedliche neue Ära, in der Russland nun Partner Europas und Freund der USA werden könnte. Diese Entwicklung fing auch sehr hoffnungsvoll an und Russland engagierte sich in diversen Einrichtungen der NATO, Europas und stand einer offenen Freundschaft mit den USA positiv gegenüber.

Die Vision Putin, die sich nach der Machtübernahme Russlands nach Präsident Jelzin dem Westen offenbart wurde, klang sehr großartig, wie sie verlockend für die Menschen wurde. Allein die Hartliner in den USA zogen daraufhin die Notbremse, da diese Vision mit dem Gedanken einherging, so die US-Auffassungen jener Umbruchphase und Auflösung der Blöcke, die USA und NATO würde für Europa dadurch überflüssig und Russland würde die Rolle der USA in Europa übernehmen wollen.

Das dem nicht so war, wurde Russland nicht geglaubt. Russland wollte jedoch nur in dieser Vision von Herrn Putin die Hinwendung im Sinne alter Traditionen als ureuropäischen Staat bewirken, der den Wunsch damit verband, praktisch nach Hause zurück zu kehren. Denn Tradition, Historie, Kultur und Menschen, waren engstens mit Europa verknüpft. Das zeigt sich schon im Namen, der den Wikingern entlehnt ist, die einst die Flüsse Russlands bis hin zum schwarzen Meer besiedelten, dort Herzogtümer aufbauten, Zivilisations und Handelspunkte errichteten und dort blieben. Anders als in Dublin und Frankreich, aber auch Germanien, denen sie praktisch gleich waren, wurden die Wikinger jedoch die dominate Art, auch wenn sie sich mit den einheimischen kleinen Stämmen vermischten. Sie führten jedoch das heutige Russland zur Einheit, wie sie letztendlich die Gründer Russlands wurden. Was sich noch heute in dem Menschenschlag zeigt. Er ist in Teilen rauh, ein wenig derb, laut und streitbar, aber auch mutig und redet nicht viel herum, sondern agiert. Er ist hart im nehmen und so hat er wesentlichen Anteil, Russland bis nach Sibieren in die offenen Gebiete auszudehnen und einzuverleiben, ähnlich wie einst die Amerikaner Nordamerika eroberten. Eben nur ein paar hunderte von Jahren früher.

Die Auflösung der Sowjetunion führte jedoch zu einer neuen Blockbildung, die dieses Mal jedoch vom Westen vorangetrieben wurde und so zum neuen Feindbild erhoben ist. Russland nimmt heute die Gefahrenstellung des einstigen 3. Reiches ein und die Kriegslüsternheit der westlichen Medien, die ihre Bevölkerungen offensichtlich auf eine Krieg mit Russland einstimmen wollen, ist geradezu erschreckend. Auch die neuen Sicherheitserklärungen von Frankreich und GB mit einigen Oststaaten erinnern doch sehr an die Zeit von 1939 mit Polen, die dann in dem zweiten WK einmündeten.

Wir müssen erkennen, durch den Beitritt von Schweden und Finnland in die NATO ist die Ostseeflotte Russlands praktisch neutralisiert worden, wie es die Schwarzmeerflotte ebenfalls ist. Es bleiben Russland eigentlich nur noch Wladivostik und Murmansk wie Archangels als Zugang zum Pazifik wie Atlantik offen. Aber auch hier stehen aufgrund technischer Entwicklungen inzwischen Einschränkungen davor, die Russland, gepaart mit den USA-NATO-Stützpunkten rund um Russland herum, Russland förmlich eingekesselt haben. So ist die Behringstraße sehr wohl heute ein Grenzwall im Meer geworden, der Archangels und Murmanks wesentlich abzuschirmen vermag. Wladivostik ist nun von Seiten Japans, und Australiens wie Neuseelands,, praktisch zu neutralisieren. D.h., auch hier ist im Falle eines Falles, Russland sehr schnell eingeschränkt.

Die wirtschaftlichen Maßnahmen gegen Russland zeigen heute jedoch, auch aufgrund veränderter Weltdaten, nicht die Wirkung, die der Westen sich erhofft hatte. Diese Situation erhöhen in jedem Fall die Kriegsgefahr mit Russland, da der Stellvertreterkrieg gegen Russland in der Urkaine sehr schnell außer Kontrolle geraten kann. Hier muß man sehen, die Aufrüstung der Ukraine auch mit westlichem Militärpersonal wie Kriegsgerät im großen Stile, konnte bis heute unterhalb der offenen Kriegsschwelle gegen Russland gehalten werden. Mit der Lieferung von schwaren Panzern aus den USA und der BRD wie Großbritannien jedoch, ist der schmale Grad des zulässigen eigentlich bereits übeschritten. Die weitere Aufrüstung nun mit Hightech-Raketen, Drohnen zu Luft und zu Wasser, aber auch die Bereitstellung von Mittelstreckenraketen und wie geplant auch Langstreckenraketen, wie der berühmten Taurus der BRD, um die heute soviel debattiert wird, muß man erkennen, damit ist eine Grenze überschritten, die nicht erlaubt ist.

Dieser Zustand kann von Russland nur als direktes Eingreifen des Westens in den Ukrainepräventivkrieg Russlands gegen die Ukraine gewertet werden, der vom Westen angezettelt wurde. Und Russland hat in aller unmißverständlichen Deutlichkeit betont, wie in der Vergangenheit immer seine Versprechen eingehalten, Russland will nie wieder einen Krieg auf russischem Boden führen müssen und sein Land wieder und wieder zerstören lassen. Wer also Russland angreift, dem wird atomar geantwortet. Wer das nicht begreift und nicht glauben mag, ist nicht mehr von dieser Welt und hat die russische Seele und Historie nicht begriffen. Hierbei ist auch anzumerken, sollte die BRD als Identitätsträger des 3.-Reiches mit anderem Namen nun derartige Waffen wie beschrieben liefern, so hat Russland wie erwähnt sehr wohl das Recht, Präventivschläge gegen Rüstungseinrichtungen der BRD zu führen, da hier die Kapitulationsverträge von 1945 zum tragen kommen können.

Ob in einem derartigen Szenario nun Frankreich und GB wie die USA nun mit Gegenschlägen gegen Russland aufwarten würden und so einen großen Krieg auslösen, ist nicht zu erwarten. Kommt es jedoch in folge ähnlicher Umstände zu einem erst auf Europa beschränkten Atomkrieg, so ist dieser nicht mehr zu bremsen und wird die westliche Welt und Russland umfassen. Im Rücken nun eines derartigen Krieges wird Pakistan und Indien kaum noch Rücksicht nehmen und ebenfalls zuschlagen, wie China wohl die Taiwanfrage für sich lösen wird wollen und Nordkorea in Südkorea einmarschiert wie Japan beschießen wird. Womit das Weltszenario dann so weit ist, das es keine Sieger mehr geben wird. Das, was dann unbebombt erhalten bleibt, wird durch den dann folgenden nuklearen Winter vernichtet werden.

Ob die einstigen Götter dann zurückkehren um die Welt mit einem Terraforming wieder bewohnbar zu machen um sich dann selbst hier anzusiedeln, oder ein neues Experiment Homo Sapiens Sapiens anschieben werden, bleibt jedoch eine offen, wie für unsere Menschheit nie zu beantwortende,
Frage.

Wie immer die kommenden Monate und Jahre sich entwickeln werden, die Atomkriegsgefahr ist permanent, wie sie latent vorhanden ist. Die ganzen internationalen Zusammenarbeiten im Bereich der Kosmosforschungen verstehen schon heute nicht mehr die Kleingeistigkeiten der Politiker der Länder und fürchten lange um Ihr Dasein und der Forschungen, die sie betreiben, die Menschheit in den Frieden und den Kosmos zu führen. Die ganzen vergeudeten Mittel, die aus Gier, Neid und Machtgelüsten von den Politikern verballert werden, würden in Bildung und Entwicklunge für viele Gebiete der Welt, wie der weiteren Erforschung des Universums und einer kommenden echten Raumfahrt, mit Sicherheit besser investiert. Die unsichere Frage bleibt jedoch, hat der Mensch ausreichend Verstand das zu erkennen und sein Verhalten zu ändern.

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