in FB https://www.facebook.com/groups/weltraumarchaeologie/ https://vk.com/weltraumarchaeologie
weltraumarchaeologie - space archaeology  
 
  Zivilisations- Religionsentwicklungen 22.09.2021 20:56 (UTC)
   
 
 https://www.weltraumarchaeologie.de/Zivilisations_-Religionsentwicklungen.htm
....................................................................................................................................

 
Und die Bibel hat doch Recht – wieder einmal.....“

21. 09. 2021

 
Sodom und Gomorra? Archäologische Beweise für gewaltige Luftdetonation vor 3.600 Jahren

21/09/2021
Künstlerische Darstellung einer gewaltigen Luftdetonation über dem bronzezeitlichen Tall el-Hammam (Illu.).
Copyright/Quelle: Allen West u. Jennifer Rice / University of California Santa Barbara

 
Santa Barbara (USA) – Vor rund 3.600 Jahren war Tall el-Hammam die wohl größte Stadt der südlichen Levante: 10 mal größer als das damalige Jerusalem und 5 mal größer als Jericho. Schon länger gilt die Stadt als mögliche Quelle der biblischen Erzählungen um die Zerstörung der Städte Sodom und Gomorra. Jetzt haben Archäologen weitere Belege für eine Zerstörung Tall el-Hammam während der mittleren Bronzezeit durch eine gewaltige Detonation am Himmel über der Stadt gefunden, wie sie auch mit einigen Details der biblischen Schilderungen übereinstimmt.

Wie das Team um Prof. James Kennett von der University of California Santa Babara aktuell im Nature-Fachjournal „Scientific Reports“ (DOI: 10.1038/s41589-021-97778-3) berichtet, wird Tall el-Hammam bereits seit Jahren ausgegraben und liefert den Archäologen aufgrund der zahlreichen gut erhaltenen Schichten ideale Arbeits- und zudem Datierungsmöglichkeiten der Funde in der über Jahrtausende hinweg immer wieder zerstörten und wieder errichteten Stadt.

In der Grabungsschicht, die etwa die Mittlere Bronzezeit vor etwa 3.600 Jahren abbildet, sind die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen auf „wirklich sehr ungewöhnliche Materialien“ gestoßen. Zusätzlich zu Trümmern und Schutt, wie man sie von Zerstörungen durch schwere Kriege und Erdbeben erwartet, fanden sich Tonscherben, deren Oberflächen zu Glas verschmolzen sind, Lehmziegel mit zu Blasen aufgeschmolzenen Oberflächen und weitere Belege dafür, dass all diese Materialien ungewöhnlich hohen Temperaturen ausgesetzt waren. „Temperaturen, die sehr viel höher waren als die, die mit der damaligen Technologie erzeugt werden konnten“, so Kennett und erläutert weiter: „Wir haben hier Beweise für Temperaturen von über 2.000 Grad Celsius“

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+
HIER können Sie den täglichen kostenlosen GreWi-Newsletter bestellen +

Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sehen in den Funden Beweise für eine Luftdetonation kosmischen Ursprungs über der Region rund um Tall el-Hammam vor 3.600 Jahren. „Diese Explosion war wohl vergleichbar mit dem Tunguska-Ereignis von 1908, als ein bis zu 60 Meter großer Meteor mit der Kraft von 12 Megatonnen über der sibirischen Taiga explodierte.“

Laut den Forschenden war die Kraft der Detonation über Tall el-Hammam so stark, dass sie die damalige Stadt größtenteils zerstörte und die Bewohner tötete: „Die Verteilung der Knochen deutet auf extreme Disartikulation und Skelettfragmentierung der Opfer“.
Weitere Beweise für eine solche Explosion am Himmel sehen Kennett und Kollegen in den Ergebnissen verschiedener Bodenanalysen aus der besagten Erdschicht. Darin fanden sich kleinste Eisen- und an Kieselerde reichen Sphärulen und geschmolzene Metalle.
„Die wichtigste Entdeckung besteht meiner Meinung nach aber in der Entdeckung von Quarz, der einem gewaltigen Druck ausgesetzt gewesen sein musste“, erklärt Kennett weiter: „Hierbei handelt es sich um Sandkörner mit Frakturen, wie sie nur unter gewaltigem Druck entstehen. Auch diese Funde sprechen für eine schwere Explosion am Himmel über Tall el-Hammam.

Laut dem Fachartikel könne eine Luftdetonation, ähnlich jener über Tunguska 1908 am ehesten auch die „ungewöhnlich hohe Konzentration von Salzen in der Zerstörungsschicht erklären: „Das Salz – etwa von den Küsten des nahen Toten Meeres – wurde von dem hohen Einschlagsdruck aufgewirbelt, als der vermutlich bereits in der Atmosphäre fragmentierte Meteor einschlug.

Zugleich könnte der so erzeugte starke Salzgehalt im Boden den Zusammenbruch der Städte im Jordantal während der späten Bronzezeit erklären, als die Einwohnerzahlen der großen Städte von Zehntausenden auf nur noch wenige Hundert zurückging. „In diesen ehemals fruchtbaren Böden konnte so nichts mehr wachsen und die Menschen verließen die Gegend für mehrere Hundert Jahre. Erst etwa 600 Jahre später, in der Eisenzeit, finden sich wieder Hinweise auf eine Neubesiedlung von Tall el-Hammam und den nahen Siedlungen.
Hintergrund
Tatsächlich steht Tall el-Hamman schon lange im Zentrum einer wissenschaftlichen Debatte darüber, ob es sich um das Vorbild des alttestamentarischen Sodom handeln könnte, das gemeinsam mit der Stadt Gomorra wegen des frevelhaften Lebenswandels seiner Bewohner von Gott zerstört worden sein soll. Laut der biblischen Erzählung soll ein Bewohner Sodoms, Lot, von Gott vor der bevorstehenden Zerstörung gewarnt worden sein. Auf der Flucht vor der Zerstörung erstarrte Lots Frau zur Salzsäule, als sie sich – entgegen dem Verbots zweier sie leitender Engel – nochmals in Richtung der brennenden Stadt umgedreht haben soll.