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Leben und Werk im Widerspruch: Martin Heidegger

Millay Hyatt veröffentlicht am 19 April 2024 3 min

In dieser Reihe beleuchten wir Widersprüche im Werk und Leben großer Denker. Zum Abschluss: Martin Heidegger, dessen Auseinandersetzung mit dem Sein in hartem Kontrast zu seinem Engagement für die seinsvergessenen Nationalsozialisten stand.

Ohne das Werk Martin Heideggers wären die wesentlichen Strömungen der westlichen wie auch der ostasiatischen Philosophie des 20. Jahrhunderts womöglich in ganz andere Richtungen geflossen. Heidegger wollte das Sein – also das sinnhafte Beziehungsgeflecht der gelebten Realität – ins Zentrum der Philosophie rücken. Der Metaphysik warf er vor, die Dinge wie auch den Menschen aus diesem Geflecht zu lösen und vereinzelt zu fassen, womit sie deren Wesen aus den Augen verlor. Diese „Seinsvergessenheit‟ äußerte sich dann in der Moderne in einer technisierten Welt, in der es nurmehr Material gebe und keinen Sinn. Der Versuch, die Philosophie vom gelebten Sein in der Welt her zu denken, anstatt sie von vorausgesetzten metaphysischen Kategorien abzuleiten, setzte vielfältige Denkbewegungen in Gang oder beschleunigte sie, sei es in Form eines Weiterdenkens oder einer Abgrenzung: Der Existentialismus, die Hermeneutik, die Phänomenologie oder die Dekonstruktion haben sich in ihrer Entwicklung über das letzte Jahrhundert alle an Heidegger abgearbeitet wie auch sich von ihm inspirieren lassen. 

Parallel dazu wird spätestens seit seinem Amtsantritt als Rektor der Universität Freiburg im April 1933 seine Nähe zur und sein Einsatz für die NSDAP in der Wissenschaft wie auch in der Öffentlichkeit kritisch kommentiert. Im deutschsprachigen Raum nahm die Debatte in den 1950er-Jahren mit einer Intervention von Jürgen Habermas an Fahrt auf, und wurde 2014 mit der Veröffentlichung der sogenannten Schwarzen Hefte neu angeheizt: Diese „Denktagebücher‟ Heideggers, welche der Philosoph erst zur posthumen Veröffentlichung freigegeben hatte, enthalten deutliche antisemitische, völkische und faschistische Aussagen, so etwa Auslassungen zu den angeblichen Machenschaften des „Weltjudentums‟ oder begeisterte Worte über den „Führer‟ und dem „volklichen Willen‟ .

Philosophieren als Schutz vor moralischen Verfehlungen?

Waren die Sympathie und das Engagement Heideggers für den Nationalsozialismus nun in seiner Philosophie schon angelegt  – oder spricht das Denken hier gegen den Denker? Einerseits kann man Heideggers These der Seinsvergessenheit gegen die Nazis ins Feld führen: Anstatt sich meditativ-kontemplativ auf das Sein zu konzentrieren, bewegten sie sich vulgär und offensiv-aggressiv auf der sinnentleerten Ebene des Seienden, der zu bloßem Stoff degradierten Menschen und Dingen; sie teilten die Welt anhand kruder Kategorien auf. Jacques Derrida argumentiert in diesem Sinne, dass Heideggers überzeugende Kritik an der Metaphysik und ihren vereinfachenden, die Realität verzerrenden Gegensätze dessen Parteinahme für die Nationalsozialisten selbst als Vergessenheit entlarvt. Andererseits vertritt etwa Adorno die Position, dass Heideggers Philosophie und vor allem auch die Sprache, in der er sie entwickelt hat, unmissverständlich faschistische Tendenzen aufzeigten. So fungierten seine Begriffe wie aus dem Kontext losgelöste Fetische, an denen Reflexion abprallt und die zu einer unkritischen Autoritätshörigkeit einladen. Aus dieser Perspektive scheint es nur folgerichtig, dass Heidegger auf einen „Führer‟ hereinfallen konnte, der mit archaischen, vorrationalen Bildern gegen die Moderne Sturm lief.

Die meisten Kommentator:innen sind sich dabei einig, dass es verkürzt wäre, Heideggers politische Handeln strikt von seinem Denken zu trennen – entweder das eine entspringe dem anderen oder sie stünden in einem Spannungsverhältnis zueinander. Unabhängig davon aber, wie man zur Frage steht, ob Heideggers Philosophie uns trotz seiner politischen Orientierung etwas zu sagen hat, deutet die ganze Kontroverse auf eine grundsätzlichere Problematik hin: Die intensive Auseinandersetzung mit Ideen, die geduldige Arbeit an Begriffen, die leidenschaftliche Hingabe an den Geist – nichts davon schützt vor größtmöglichen politischen und moralischen Verfehlungen. Gibt uns die Philosophie im besten Sinne ein Werkzeug an die Hand, um die Welt in all ihrer Komplexität zu befragen und zu ergründen, ist sie weder Bürgin für Wahrheit noch für Lauterkeit. Der philosophische Gigant Heidegger ist exemplarisch dafür. •


Millay Hyatt wurde in Dallas/Texas, USA geboren. Die promovierte Philosophin lebt als freie Autorin in Berlin. Ihr Reise-Essay „Nachtzugtage“ erscheint im August bei der Friedenauer Presse / Matthes & Seitz Berlin.

Nachbetrachtung v. RKK

Es gibt ja den bekannten Spruch "hinterher ist man immer schlauer" Nur, ob das hier in dem Artikel zu Heidegger wirklich zutrifft, darf jedoch bezweifelt werden. Denn diese hier interpretierte Form zu Heideggers vermeintlichen Verfehlungen wird heute mit einer völlig anderen Sichtweise gesehen, als er es einst selbst gesagt wie verstanden hatte.

Der Fehler liegt also nicht in den vermeintlichen Verfehlungen von Heidegger, sondern in den Verfehlungen heutiger Interpreten, die eben völlig falsch wie losgelöst von der Zeit, hier interpretieren.

Was nun die Aussage zum Weltjudentum angeht, so hat das Bismarck schon gesagt, jedoch sind damit die Juden schlechthin nicht gemeint, sondern die jüdischen Führungseliten wie deren Hochfinanz und der finanztechnischen Dominanz speziell in den USA, die damals schon mehr oder weniger die Finanzweltmärkte beherrschten, politischen Einfluß nahmen und mehr oder weniger die Welt einst schon manipulierten, resp. nach Ihren Wünschen lenkten. Und wer will dem denn historisch wirklich widersprechen? Denn dieser Einfluß besteht bis heute.

Was nun die Zustimmung 1933 zu AH angeht, so darf man daran erinnern, das die Zeit in Deutschland aufgrund einmal wegen der Hungerkrise von 1919/1920 und der später einsetzenden Weltwirtschaftskrise, aber auch wegen der Knebelverträge von 1919 durch insbesondere von Frankreich diktiert, seine Wirkungen nicht verfehlten. Deshalb hatte AH in gehobenen Kreisen, wie auch z.B. bei Bastille und anderer hochraniger Politikern der Zeit, aber auch der Offizierswelt, die ja im Kaiserreich geprägt waren, anfängliche Zustimmung erhalten, weil er der einzige Politiker in jenen Tagen war, der einmal die abgelehnte Weimarer Republik anging und außerdem der einzige Hoffnungsträger der Tage war, die Schande von Versailles zu überwinden. Das war in den meisten gehobenen Kreisen, die gängige Mehrheitsmeinung, die aufgrund des Wissens, wie der Geschehnisse jener Tage ja auch völlig richtig eingeschätzt wurden. Mit diesem Hintergrund und Wissen hat eben auch ein Heidegger und nicht nur er, eben diese Meinungen richtig vertreten.

Leider wird das heute völlig falsch dargestellt wie ausgelegt und entspricht nicht der Wirklichkeit der Zeit, geschweige denn die dort hineininterpretierte vermeintlich Judenfeindlichkeit. Heute wird leider alles durch die Linksgenderbrille, alles in einen Topf geworfen, was wiederum eben ideologisch begründte Vorgaben hat, um jeglicher Mitte-Rechts-Opposition zu demütigen, wie in die falsche Ecke zu stellen.

https://www.philomag.de/artikel/leben-und-werk-im-widerspruch-martin-heidegger?utm_source=pocket-newtab-de-de

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Grundsätzlichkeiten zur Frage von Wissenschaft....

16. 04. 2024

von RKK:

"Wissenschaft ist das, was Wissen schafft"

Alles Andere sind Märchenerzählungen, Vermutungen und keine Wissenschaft. Dieses Problem ist heute leider sehr verbreitet. Wie erleben einen Wettstreit zwischen vermeintlichen Hochschulwissenschaften wie freien Wissenschaften. Dieses toben sich speziell in den Bereichen:

Religionsforschung, Zivilisationsforschung, Schöpfungsforschungen - also im Bereich Quantenuniversum wie im Bereich Archaoelogie und Prähistorie ab.

Die Vorgaben, hier nicht nach Glaubenssätzen zu arbeiten, ist speziell in den hochschulischen Einrichtungen, nicht sonderlich ausgeprägt. So gibt es tolle Professoren im TV in den Wissenschaftsendungen, die große und tolle Arbeit leisten, jedoch bei bestimmten Themen wie von der Terantel gestochen, aufbegehren und Tatsachen verleugnen, manipulieren, in ein Denkkorsett eigener Wahl pressen und das dann als alleinige Wahrheit darstellen. Wer das anders sieht, ist ein Verschwörungstheoretiker oder Dummkopf, wie unwissenschaftlich.

Wir müssen jedoch feststellen, die Überlieferungen von Göttern , die aus dem All auf die Erde herabstiegen und den heutigen Menschen mit Ihren Genen ausstatteten (Odem), was wir in Legenden, Mythen, Religionen, in Schriften und Stein weltweit übereinstimmend finden, sind real und nicht zu leugnen. Sie haben uns ihre Botschaften in vielfältiger Weise hinterlassen, damit die Menschen, die es eines Tages verstehen könnten, hier Anleitungen finden, in der richtige Weise zu forschen und aufzusteigen - um eben eines Tages den Anschluß zu den "Wissensbringern" zu erreichen.

So steht es förmlich ähnlich in allen Überlieferungen, meist in Religionen versteckt, da diese einen gewissen Dauerwert haben, wie selbst von Ihnen bekundet und auch die Frage der Schöpfung darselbst, des Unviversums, die Frage von Raum und Zeit und die Frage der Überwindung von Vergehen und Neubeginn, sind dort angesprochen.

Deshalb kann ich nur darum bitten, die Disziplinen mögen mit ihrem ideologisch verhärrteten Dogmen aufhören, diese einstellen und den Geist wieder öffnen und zum Grundsatz zurückkehren:
"Wissenschaft ist das, was Wissen schafft" egal aus welcher Schule kommend.
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Menschenpopulationen der Frühzeit bis hin zum Neanderthaler und Homo Sapiens Sapiens

12. 04. 2024

von RKK

Heute am 12. 04. 2024 um 21.00 gab es im ZDF-Info einen interessanten Beitrag über die menchlichen Entwicklungsarten und ihrer Kulturfähigkeiten. Speziell gemessen an den Bestattungsriten wie ihre Motivationen und Religionsarten.

Hierbei wurde insbesondere die Frage aufgeworfen, wie weit sie zivilisationsfähig waren, soziales Verhalten hatten, eine Art Menschlichkeit pflegten, Trauer kannten, Mitmenschlichkeit und vieles mehr, was wir heute in unseren Gesellschaften als Mindestmaßstab anwenden.

Viele Bestattungsarten werden heute von der Wissenschaft so interpretiert, das es viele Arten gab, die ihre Art der Bestattungen in unterschiedlichen Ritualen bis hin zur Entfleischung der Körper wie Bearbteitungssspuren auf den Knochen den Hinweis zulassen können, die Entfleischung deuten auf Kanibalismus hin, wie aber auch in anderen geografischen Gebieten, dieses wiederum mit der Reinheit des Todes für den Übergang in die Nachwelt nötig war. Hierbei finden wir in Nepal Hinweise darauf, das es hier eine Gruppe gab, die absolut vergleichbar in der Sinnhaltigkeit der Pflege von Leben und Tod, praktisch identisch mit den ägyptischen Traditionen war. Wie es auch weltweit immer weider Vergleichbarkeiten hierzu gibt.

Dennoch wissen wir, viele dieser Menschenarten, obwohl in der Grundanlage offensichtlich vergleichbar, Mitgefühl, Schutzbedrürfnis von Kindern, Trauer, Zusammenhalt von Familien und Gruppen, eine Art Glauben, Religionsrituale, wie Sterberituale pflegten und auch Mitgefühl kannten. Sie konnten sich verständigen, konnten künstlerisch Fähigkeiten nachweisen, hatten eine Art Symbolverständigung in Stein oder Ähnlichem zur Mitteilung an vorbeiziehende Menschen oder Gruppen, hatten die ersten Handewerkszeuge aus Stein, irgendwann auch Holzswurfspeere zur Jagd erfunden, lernten die Beherrschung von Feuer und vielem mehr, jedoch haben sie sich nicht zu den Menschen weiterentwicklet, was der Homo Sapiens Sapiens in so vergleichbar kürzer Zeit als andere Arten schafften. So wie von Zauberhand.